Unsere Schwesterorganisationen
Das Konzept von Teach First Deutschland ist in den USA (Teach For America: weitere Informationen, Website) und Großbritannien (Teach First: weitere Informationen, Website) bereits seit Jahren erfolgreich. Die Anpassung auf Deutschland erfolgt gemeinsam mit den Schulverwaltungen der Länder sowie Bildungsexperten.



Bildungsinitiativen weltweit
Seit September 2007 existiert die globale Dachorganisation Teach For All, die vorwiegend den Wissensaustausch sowie die Zusammenarbeit der einzelnen Länder untereinander fördert.

In folgenden weiteren Ländern wird das Konzept derzeit ebenfalls erfolgreich angewendet:


Unsere Schwesterorganisationen
Teach For America

“One day, all children in this nation will have the opportunity to attain an excellent education.“

Teach For America, Mission Statement

Teach For America wurde 1990 von der damals 22-jährigen Princeton Absolventin Wendy Kopp gegründet. Sie war mit dem öffentlichen Schulwesen unzufrieden, weil es Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Kommunen benachteiligte. Deshalb entwickelte sie in ihrer Bachelorarbeit ein Modell für ein nationales Lehrerkorps. Als Inspiration hierfür diente ihr das "Peace Corps" der 1960er Jahre. Wendy startete eine Bewegung junger College Absolventen, die sich die Förderung von Amerikas schwächsten Kindern und Jugendlichen zur Aufgabe machten. Die Bewegung sollte die Bildungschancen von Schülern, unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern, verbessern und so einen Ausweg aus Armut und Marginalisierung bieten.


Zwei Jahre für zwei Ziele

Heute investieren Absolventen aller akademischen Fachrichtungen zwei Jahre lang ihr Können und ihre Energie in die Bildung von Kindern in Amerikas sozioökonomisch schwächsten Gebieten. Sie werden an Schulen mit freien Stellen als reguläre Lehrer eingesetzt.
Damit verfolgt Teach For America zwei Ziele: Zunächst gilt es, über die Anstellung von hoch qualifizierten Junglehrern innovative Akzente zu setzen.
Langfristig verfolgt die Organisation das Ziel, ein gesteigertes Bewusstsein und Verständnis für Bildungsthemen bei zukünftigen gesellschaftlichen Meinungsführern zu verankern. Das ständig anwachsende Alumni-Netzwerk (Stand 2008: über 14.000) bietet einen langfristigen Hebel für grundlegende Veränderungen im Bildungssystem.
Inzwischen haben unabhängige Studien den Lehrerfolg von Teach For America dokumentiert.


Intensive Ausbildung bei einem der beliebtesten Arbeitgeber Amerikas

Trotz einiger Schwierigkeiten in der Aufbauphase des Projektes gelang es dem Teach For America Team bereits im ersten Jahr aus über 2500 Bewerbern ca. 500 "Corps-Members" zu rekrutieren, die in sechs Regionen (u.a. Los Angeles, New Orleans, New York City) eingesetzt wurden.
Programmteilnehmer werden im Sommer vor ihrem Schuleinsatz intensiv auf ihre Aufgabe vorbereitet - unter der Aufsicht von erfahrenen Lehrern lernen sie sowohl durch das Unterrichten in "Summer Schools" als auch in Arbeitsgruppen und Seminaren, die sie auf die Herausforderung der nächsten beiden Jahre vorbereiten.
Heute belegt Teach For America den neunten Rang unter den 25 beliebtesten Arbeitgebern amerikanischer Universitätsabsolventen.
Teach For America hat es geschafft, von einer innovativen Idee zu einem etablierten Akteur des amerikanischen Bildungswesens und zu einer der bekanntesten "Marken" der amerikanischen Zivilgesellschaft zu werden.

Unsere Schwesterorganisationen
Teach First (UK)

“Wer Schüler motiviert, kann managen“

Brett Wigdortz, CEO, Teach First

Teach First wurde im Jahr 2002 in Folge einer Pro-Bono-Studie der Unternehmensberatung McKinsey für Londoner Unternehmensverbände von Brett Wigdortz gegründet. Im Herbst 2001 hatten die Unternehmensorganisationen "London First" und "Business in the Community" McKinsey beauftragt zu untersuchen, wie die Privatwirtschaft einen positiven Beitrag zur Verbesserung der Lernbedingungen und zur Leistungssteigerung von Londoner Schülern leisten könne. Angesichts der Erfolge von Teach For America empfahl das Team (unter dem damaligen Berater Brett Wigdortz) den Aufbau eines ähnlichen Programms in London. Dabei sollten führende Unternehmen und Bildungsexperten helfen, zusätzliche ausgezeichnete Lehrer für zwei Jahre an Brennpunktschulen zu bringen.


Unterschiede zu Teach For America

Ein grundlegender Unterschied zu Teach For America ist, dass sich Schulen und Arbeitgeber als so genannte Klienten bei Teach First auf gleicher Augenhöhe befinden. Dies ist vorrangig auf die unterschiedlichen Initiatoren der Programme zurückzuführen. Während Teach For America ein zivilgesellschaftliches Unterfangen war, lässt sich die Idee zu Teach First auf die Initiative des Privatsektors zurückführen.
Rona Kiley von London First, John May von Business in the Community und Brett Wigdortz, ein Berater des McKinsey-Teams, arbeiteten ab Februar 2002 gemeinsam an der Umsetzung der Idee. Mit der breiten Unterstützung von Wirtschaft, Gewerkschaften, der Training and Development Agency for Schools und der Politik wurde das Projekt Teach First gestartet. Dieses innovative berufsvorbereitende Trainingsprogramm bringt enthusiastische und leistungsorientierte Absolventen an Brennpunktschulen und legt dabei hohen Wert auf die Ausbildung von Führungsqualitäten.


Steigende Attraktivität und Expansion

Die Programmteilnahme ist hart umkämpft: Absolventen müssen sehr gute akademische Leistungen sowie Schlüsselfähigkeiten in den Bereichen Kommunikation, Initiative, Teamwork, Kreativität und Menschenführung vorweisen. Von 1.300 Absolventen wurden in den ersten beiden Jahrgängen 250 ausgewählt. Die steigende Attraktivität des Programms wird durch die Ausweitung in die "Midlands" und die "Greater Manchester Area" und die Aufnahmen des 1.000 Programmteilnehmers im Sommer 2007 belegt.
In der aktuellen Ausgabe der Jahrespublikation "The Times Top 100 Graduate Employers" für das Jahr 2010 belegt Teach First den 7. Platz, weit vor anderen renommierten Arbeitgebern.