Für uns alle hat sich der Alltag durch das Coronavirus massiv verändert: Die Schulen, an denen wir bundesweit arbeiten, sind zu. Unsere Schülerinnen und Schüler sind wenige Wochen vor wichtigen Abschlussprüfungen mit dem Unterrichtsstoff alleine. Auch die Fellows und das Team von Teach First Deutschland bleiben zu Hause. Aber von Füße hochlegen keine Spur: Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Kinder und Jugendliche gerade jetzt beim Lernen und Verantwortung übernehmen zu unterstützen. Was wir dabei lernen und wie es gelingt – hier unser Blog mit täglichen Updates.   

Seit Tagen treibt uns die Frage um: Wie können wir als Bildungsorganisation Schülerinnen und Schüler aus sozialen Brennpunkten in den kommenden Wochen unterstützen? Denn klar ist, dass die Schulschließungen gerade diese Jugendlichen besonders treffen. Wunderbare digitale Lernangebote helfen nur begrenzt bis gar nicht, wenn Kinder und Jugendliche wenig geübt darin sind, sich Schulstoff komplett selbstständig zu erarbeiten. Zudem fehlen aus finanziellen Gründen bei „unseren” Schülerinnen und Schülern zu Hause die digitalen Endgeräte oder Wlan, um diese Angebote und Plattformen zu nutzen.  
Für die kommenden fünf Wochen müssen wir Möglichkeiten finden, damit diese Schülerinnen und Schüler den Anschluss nicht verlieren – und ihre Abschlüsse und Übergänge schaffen. Deswegen stecken wir – alle Teammitglieder und 242 Fellows – virtuell die Köpfe zusammen und berichten hier, wie wir uns weiterhin für gerechte Bildung stark machen.

Sharing is caring!
Hier sammeln wir die besten digitalen Angebote – von Apps bis zu digitalem Sport:

Überblick digitale Tools

Für uns alle hat sich der Alltag durch das Coronavirus massiv verändert: Die Schulen, an denen wir bundesweit arbeiten, sind zu. Unsere Schülerinnen und Schüler sind wenige Wochen vor wichtigen Abschlussprüfungen mit dem Unterrichtsstoff alleine. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, sie jetzt beim Lernen zu unterstützen. Was wir dabei lernen und wie es gelingt – hier unser Blog mit täglichen Updates.

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Hier sammeln wir die besten digitalen Angebote – von Apps bis zu digitalem Sport:

Überblick digitale Tools

26.3.2020

Julius Strey
Fellow 2019-2021

Barcamps

Unsere (erste spontan-digitale) Fortbildung ist gelaufen

Themen, die Fellows in BarCamps selbst eingebracht haben, waren zum Beispiel:

  • „Ziviles Engagement in Zeiten von Corona – wie können wir uns vernetzen?“
  • „Keinen Kontakt zu Schülerinnen und Schülern – Hürden in der Kommunikation, Handlungsmöglichkeiten“
  • „Virtuell/analoge Schnitzeljagden mit narrativem Charme – und das in Zeiten von Corona?!“
  • „Berufsorientierung und Anschluss finden ohne persönlichen Kontakt – wie machen wir das?“
  • „Was tun, wenn nach den Osterferien die Schule nicht wieder startet? Ideen für Digitale Formate/Apps etc“
  • „Selbstwirksamkeit und mentale Gesundheit als Vorausseztung für das digitale Arbeiten (für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Fellows)“

14.4.2020

Katharina Ringler
Fellow 2018-2020

RICHITGEN TEXT EINFÜGEN (…) Wir sitzen im Homeoffice vor unseren Computern und basteln an Arbeitsblättern und Erklärvideos und Quiz-Apps und vergessen darüber teilweise, dass um uns herum gerade die Welt aus den Fugen gerät. Vielleicht hilft dieser übertriebene Aktionismus uns, das Gefühl zu bekommen, die Krise durch eigene Handlungen bewältigen zu können. Den Schülerinnen und Schüler hilft er nur bedingt. Natürlich sollen sie trotzdem lernen und natürlich müssen wir überlegen, wie wir das nun sinnvoll gestalten können. Aber: Wir müssen ihnen Zeit geben, die Ereignisse, die sich gerade überschlagen, zu verarbeiten. Und wir müssen sie dabei unterstützen. Wir müssen sie informieren und aufklären. Wir müssen ihnen beibringen, wie sie Fake News erkennen, die in sozialen Netzwerken zurzeit in unglaublicher Menge verbreitet werden. Wir müssen ihnen beibringen, wie sie ruhig bleiben und kritisch hinterfragen, statt nach jeder neuen Nachricht in Panik zu verfallen. Wir müssen die Person sein, die sie fragen dürfen, wenn sie sich trotzdem nicht sicher sind, was sie noch glauben sollen und was nicht. (…)

Das ist ein Auszug aus Sonja Maichls Text „Was Schülerinnen und Schüler in der Corona-Krise brauchen? Resilienz! Ein Plädoyer.

9.4.2020

Paul Feldhaus
Fellow 2018-2020

Zeit für digitale Schulentwicklung

RICHITGEN TEXT EINFÜGEN (…) Wir sitzen im Homeoffice vor unseren Computern und basteln an Arbeitsblättern und Erklärvideos und Quiz-Apps und vergessen darüber teilweise, dass um uns herum gerade die Welt aus den Fugen gerät. Vielleicht hilft dieser übertriebene Aktionismus uns, das Gefühl zu bekommen, die Krise durch eigene Handlungen bewältigen zu können. Den Schülerinnen und Schüler hilft er nur bedingt. Natürlich sollen sie trotzdem lernen und natürlich müssen wir überlegen, wie wir das nun sinnvoll gestalten können. Aber: Wir müssen ihnen Zeit geben, die Ereignisse, die sich gerade überschlagen, zu verarbeiten. Und wir müssen sie dabei unterstützen. Wir müssen sie informieren und aufklären. Wir müssen ihnen beibringen, wie sie Fake News erkennen, die in sozialen Netzwerken zurzeit in unglaublicher Menge verbreitet werden. Wir müssen ihnen beibringen, wie sie ruhig bleiben und kritisch hinterfragen, statt nach jeder neuen Nachricht in Panik zu verfallen. Wir müssen die Person sein, die sie fragen dürfen, wenn sie sich trotzdem nicht sicher sind, was sie noch glauben sollen und was nicht. (…)

Das ist ein Auszug aus Sonja Maichls Text „Was Schülerinnen und Schüler in der Corona-Krise brauchen? Resilienz! Ein Plädoyer.

9.4.2020

Hagia Jany
Fellow 2019-2021

Deutsch lernen mit Quiz und dem Youtube-Channel MaiLab

Warum nicht auch im Unterricht für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) mit aktuellem, authentischen Material arbeiten? Das kann gerade in Zeiten von Corona wichtig sein, wo nicht nur wir, sondern auch Schülerinnen und Schüler mit zahlreichen Videos konfrontiert werden. Gar nicht so einfach, sich in diesem Dschungel zurechtzufinden – noch dazu, wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist. Um diese Fähigkeit zu schulen, habe ich ein Lernquiz für den DaZ-Unterricht (Niveau A2-B1) entwickelt, das sich mit dem neuesten Video der Youtuberin Mai auseinandersetzt. Auf ihrem Kanal MaiLab geht die Chemikerin verschiedensten Fragen auf den Grund. In ihrem neuen Video erklärt sie, warum der von der Bundesregierung verhängte Lockdown sinnvoll ist. Das mit der Plattform Kahoot erstellte Quiz stellt Fragen zu kurzen Ausschnitten aus der Folge. Mit Kahoot habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Nicht nur im Unterricht kommen die kurzweiligen Rätsel mit animierender Musik gut an. Auch in Zeiten des Homeschoolings lassen sich ganz einfach Challenges entwerfen, die individuell vom Smartphone aus beantwortet werden können.

9.4.2020

Burcu Çalıșkan
Programm-Managerin
Schuleinsatz & Training

Achtsamkeit digital: Mindfulness is a superpower

In einem Osterprogramm biete ich den Fellows eine digitale Seminareinheit zu Achtsamkeit an. Die Ziele dabei: Achtsamkeit definieren, Stressreaktionen erkennen und verstehen sowie individuelle Wege finden, Stress abzubauen. Zum vegetativen Nervensystem zählen der Sympathikus und der Parasympathikus. Beide sind für unser Leben wichtig. Der Sympathikus aktiviert unsere Energie – der Parasympathikus sorgt für die nötige Entspannung nach der Anspannung. Problematisch wird es dann, wenn der Sympathikus ständig aktiviert ist. Gemeinsam wollen wir uns bewusst an Situationen erinnern, in denen wir gestresst oder entspannt waren. Wir nehmen uns eine kleine Auszeit und schließen mit einer Genussübung, in der auch Schokolade eine Rolle spielen wird.

9.4.2020

Leoni Böttcher
Fellow 2020-2021

In der Notbetreuung den Schulgarten pflegen

Die Corona-Krise bedeutet einen riesigen Einschnitt für unsere Arbeit als Fellows, schließlich können wir unsere Schülerinnen und Schüler momentan nicht mehr sehen. Bisher bestand meine Arbeit in erster Linie im Beziehungsaufbau, da ich erst seit wenigen Monaten an der Schule tätig bin. Dies digital fortzuführen ist schwierig, vor allem weil die Kontaktaufnahme zu den Schülerinnen und Schülern, die leider über geringe Sprach- und Medienkompetenz verfügen, eine Herausforderung darstellt. Umso mehr freue ich mich, wenn ich dann doch Antworten auf meine Mails erhalte!

Momentan widme ich mich vor allem Rechercheaufgaben und dem Schulgarten. Außerdem bin ich in der Notbetreuung meiner Schule eingesetzt. Die Betreuung wird nur von einer Schülerin in Anspruch genommen. Zuerst dachte ich, das sei total langweilig für sie – so ganz ohne andere Kinder. Sie scheint die Aufmerksamkeit jedoch zu genießen und kann sich in vielen Dingen super einbringen: Sei es beim Umgraben der Hochbeete im Schulgarten, beim Blumengießen oder als Dolmetscherin beim Versuch der Kontaktaufnahme zu Schülerinnen und Schülern der Internationalen Klassen. Positiv hervorzuheben sind in dieser Zeit vor allem der rege Austausch unter den Fellows und das Engagement der Förderer, die versuchen, die Schülerinnen und Schüler in dieser schwierigen Situation bestmöglichst zu unterstützen.

8.4.2020

Farkhunda Khairzada
Fellow 2018-2020

Willkommen in der insta_class: Mit Instagram für die Abschlussprüfung lernen

Wenn die Jugendlichen nicht mehr in die Schule gehen können, fallen zentrale Aspekte ihres Lebens weg. Zudem bekommen wir mit, dass es technische und innere Hürden bei den Jugendlichen gibt, die Angebote und das Lernmaterial von verschiedenen Webseiten und der Schule zu nutzen. Mit Instagram als vertrautem Medium sind wir im Vorteil und können über unseren Account msa_instaclass eine Brücke zu anderen Lernangeboten schlagen. Wir haben den Account bereits Anfang des Jahres gestartet und wollen den Abschlussjahrgang nun dort abholen, wo er aktuell ist – zu Hause, mit ganz vielen Fragen und vielleicht Sorgen darüber, wie es für sie weitergeht.  

Ganz konkret heißt das jetzt für uns: 

  •   Wir passen die Inhalte unserer Posts und Stories an. Es soll zum Beispiel Tipps dazu geben, wie man die Zeit ohne Schule und das Lernen von zu Hause aus am besten organisieren kann.
  • Wir tauschen uns mit anderen aus, sowohl unter uns Fellows als auch mit weiteren Initiativen für Jugendliche und im Bildungsbereich. Wir verweisen auf weitere Lernangebote und Initiativen.
  • Wir stellen unseren Rhythmus um und erweitern unser Angebot. Außerdem wird es bald mehr Lernvideos und auch Live-Übertragungen geben.
  • Wir bleiben flexibel und gehen auf die Wünsche und Anfragen unserer Follower ein. Dazu führen wir auch eine Follower-Umfrage durch. 

7.4.2020

Gregor Brysch
Fellow 2018-2020

„Nummer gegen Kummer“ per Messenger verbreiten

In der gegenwärtigen Situation mache ich mir Sorgen um die häusliche Situation von vielen Kindern und Jugendlichen. Die „Nummer gegen Kummer“ ist ein Angebot, das Erste Hilfe in seelischen Notlagen bietet. Doch wie bringe ich das Angebot Kindern und Jugendlichen nah? Zumal so, dass auch Kinder, die Deutsch als Zweitsprache lernen, das Angebot verstehen können? Gemeinsam mit zwei befreundeten Psychotherapeuten habe ich eine Messenger-Nachricht entworfen, die sich Emojis, einfacher Sprache und eines Youtube-Videos bedient, um das Angebot darzustellen. Sie kann mit jedem gängigen Messenger an Kinder und Jugendliche versendet werden.

7.4.2020

Sonja Maichl
Fellow 2018-2020

Die Corona-Krise bewältigen und verarbeiten – dafür braucht es dringend Resilienz

(…) Wir sitzen im Homeoffice vor unseren Computern und basteln an Arbeitsblättern und Erklärvideos und Quiz-Apps und vergessen darüber teilweise, dass um uns herum gerade die Welt aus den Fugen gerät. Vielleicht hilft dieser übertriebene Aktionismus uns, das Gefühl zu bekommen, die Krise durch eigene Handlungen bewältigen zu können. Den Schülerinnen und Schüler hilft er nur bedingt. Natürlich sollen sie trotzdem lernen und natürlich müssen wir überlegen, wie wir das nun sinnvoll gestalten können. Aber: Wir müssen ihnen Zeit geben, die Ereignisse, die sich gerade überschlagen, zu verarbeiten. Und wir müssen sie dabei unterstützen. Wir müssen sie informieren und aufklären. Wir müssen ihnen beibringen, wie sie Fake News erkennen, die in sozialen Netzwerken zurzeit in unglaublicher Menge verbreitet werden. Wir müssen ihnen beibringen, wie sie ruhig bleiben und kritisch hinterfragen, statt nach jeder neuen Nachricht in Panik zu verfallen. Wir müssen die Person sein, die sie fragen dürfen, wenn sie sich trotzdem nicht sicher sind, was sie noch glauben sollen und was nicht. (…)

Das ist ein Auszug aus Sonja Maichls Text „Was Schülerinnen und Schüler in der Corona-Krise brauchen? Resilienz! Ein Plädoyer.

6.4.2020

Jasmin Friese
Fellow 2019-2021

Erfolgreich lernen mit Youtube

Ich habe eine Liste mit audiovisuellen Lernformen aufgestellt, die den Schülerinnen und Schülern nicht nur helfen soll, sich eigenständig Lerninhalte zu erschließen, sondern auch mit Spaß und Freude zu lernen. Bei YouTube finden sich sehr viele Kanäle mit schulischen Inhalten, die ich den Schülerinnen und Schülern aufbereitet und zur Verfügung gestellt habe.

3.4.2020

Sonja Maichl
Fellow 2018-2020

Mathe statt Zocken: Prüfungsvorbereitung per Gaming-Plattform

Ich arbeite mit meinen Schülerinnen und Schülern weiter an der Prüfungsvorbereitung, auch wenn momentan nicht sicher ist, wann und wie die Abschlussprüfungen stattfinden werden. Dazu nutze ich Twitch, eine Onlineplattform, die hauptsächlich Gamer verwenden, um ihre Spiele live zu streamen und anderen beim Zocken zuzuschauen. Einige meiner Schülerinnen und Schüler kannten die Seite bereits. „Und was streamen Sie dann so? Fortnite?“, fragte ein Schüler mich, als ich ihm erzählte, dass ich jetzt dort angemeldet bin. „Nein, natürlich Deutsch und Mathe!“, antwortete ich und erntete dafür ein ebenso erstauntes wie anerkennendes „Çüş!“. Das Angebot stieß auch bei vielen anderen Schülerinnen und Schülern auf Interesse und sie schalten regelmäßig ein, um mit mir online zu lernen. Im Livestream können sie sowohl mich sehen, als auch den Bildschirm meines Tablet-PCs, den ich teile. Im Chat können sie Fragen stellen, Lösungen vorschlagen und sich austauschen. Die Dokumente zum Stream stelle ich ihnen über OneDrive zum Download zur Verfügung. Ein Highlight war eine komplette Erörterung, die wir so gemeinsam auf Twitch geschrieben haben. Wer verpasst hat einzuschalten oder keine Zeit hat, kann sich im Nachgang noch mehrere Tage lang die Aufzeichnung anschauen.

2.4.2020

Janine Schwarzenberg
Fellow 2019-2021

Homeschool Helden – ein interaktiver Podcast für Schülerinnen und Schüler

Unser Gedanke war: Wenn Schülerinnen und Schüler gerade nicht zu uns Fellows kommen können, dann kommen wir Fellows zu ihnen – mit unserem Podcast Homeschool Helden. Wir möchten ihnen eine Stimme geben, sodass sie sich durch den Podcast über ihren Alltag im Homeschooling austauschen können. Denn sie sind es, die durch die Corona-Krise die ersten Erfahrungen in einer nie dagewesenen Schulsituation machen. So werden die Kinder und Jugendlichen zu Helden im Homeschooling, die sich gegenseitig unterstützen. Wir möchten Schülerinnen und Schüler nicht nur empowern, sondern auch ein Gemeinschaftsgefühl während des auferlegten „Social Distancing“ erzeugen.

2.4.2020

Maria Braune
Fellow 2018-2020

Ganz klassisch: Eine Postkarte an Kinder und Eltern schreiben

Besonders Schülerinnen und Schüler an Grundschulen sind digital nur sehr eingeschränkt zu erreichen. Darum habe ich mich für den klassischen Weg der Kontaktaufnahme entschieden – und Postkarten geschrieben. Neben aufmunternden Worten habe ich auch Feedback zu den individuellen Lernfortschritten auf der Plattform ANTON gegeben. Zu den Postkarten habe ich ein Schreiben für die Eltern gelegt, das Kontaktmöglichkeiten und (möglichst einfach formulierte) Tipps & Tricks für die Gestaltung eines förderlichen Lernumfeldes zu Hause beinhaltet. Ich habe es mir schließlich nicht nehmen lassen, die Briefe selbst mit dem Fahrrad zu verteilen – was mir nicht nur spannende Einblicke in die Wohnumgebung der Schülerinnen und Schüler, sondern auch das ein oder andere herzliche Türklingelgespräch mit deren Eltern eingebracht hat. Die Reaktionen auf die Postkarten-Aktion haben deutlich gezeigt, dass viele Eltern und Kinder für jede Form von Unterstützung sehr dankbar sind: Zum Beispiel haben Eltern angerufen, um nach zusätzlichem Lernmaterial zu fragen, Schülerinnen und Schüler wollten einfach die Erlebnisse der vergangenen Tage mit mir teilen und beteiligen sich nun merklich stärker beim Online-Lernen mit ANTON – ein Mangel an digitalen Kanälen sollte also nicht davon abhalten, Anteil zu nehmen und Nähe herzustellen.

1.4.2020

Susanne Braun
Fellow 2018-2020

Die wichtigste Frage der Welt: „Wie geht es dir?“

Mindestens einmal pro Woche rufe ich bei meinen Schülerinnen und Schülern zu Hause an. Neben den üblichen schulbezogenen Fragen „Wie gut kommst du mit den Aufgaben voran?“ oder „Bei welcher Aufgabe kann ich dir heute helfen?“, dürfen Fragen wie „Was spielst du zurzeit am liebsten?“, „Was vermisst du?“ und „Wie geht es dir?“, auf gar keinen Fall fehlen. In dieser außergewöhnlichen Situation ist mir die Beziehung zu den Kindern wichtiger denn je – die Befindlichkeiten haben Vorrang vor der Lösung der schwierigen Matheaufgabe. Doch nicht nur die Kinder telefonieren mit mir, auch die Eltern freuen sich über ein „Hallo“ und die Frage nach dem Umgang mit dieser Zeit. Sie schätzen die Unterstützung via Telefon und von beiden Seiten hat man das Gefühl, ein Stückchen zusammenzuwachsen. Also Telefon in die Hand, Nummer wählen, fragen: „Und….wie geht es dir?“

31.3.2020

Eva Maria Schmitt
Fellow 2018-2020

Gemeinsam lesen üben – am Telefon

Wer aktuelle Studien liest, kennt die erschreckenden Zahlen: Fast 20 Prozent aller Grundschülerinnen und Grundschüler hat beim Übergang in die Sekundarstufe keine ausreichenden Lesekompetenzen entwickelt. Für uns bei TFD ist es daher eine zentrale Aufgabe, unsere Kids beim Entwickeln ihrer Sprachkompetenz zu unterstützen. Ich nutze die unterrichtsfreie Zeit dazu, diese Lücken mit meinen Schülerinnen und Schülern zu schließen. Wir orientieren uns dabei an den Materialien von Elis (Evidenzbasierte Lese­förderung in Schulen). Jeden Tag steht ein kurzer Sachtext mit Fragen wie „Warum ist ein Baumstamm rund?“ oder brandaktuellen Themen wie „Warum ist Händewaschen wichtig?“ auf dem Plan. Anhand von Audiodateien können die Kinder den Text eigenständig Zuhause erarbeiten. Dann haben wir unser Telefondate. Die Schülerinnen und Schüler lesen mir vor, ich notiere Zeit, Lesefehler, Selbsteinschätzungen und gebe eine Rückmeldung. Anschließend tauschen wir uns zum Thema aus. Ich bin wirklich angetan von dem hohen Maß an Selbstorganisation und Motivation, die meine Schülerinnen und Schüler an den Tag legen. Außerdem genießen wir alle unsere täglichen Telefonate als heilsame Miniroutine in dieser ungewöhnlichen Zeit. Ich bin gespannt, wohin die Sache noch führt und hoffe von Herzen, dass das Projekt meine Schülerinnen und Schüler beflügelt!

30.3.2020

Juliane Meißner
Managerin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Unterstützung für Betroffene häuslicher Gewalt

Expertinnen und Experten befürchten aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen eine Zunahme von häuslicher Gewalt und sexueller Übergriffe. Für die Stadt Wuhan und mehrere Länder der EU, wie Dänemark und Frankreich, gibt es für den Anstieg der Fallzahlen bereits Belege. Uns und unseren Fellows ist es besonders wichtig, guten Kontakt zu unseren Schülerinnen und Schüler zu halten. So wissen wir, wie es ihnen derzeit geht und haben dadurch gleichzeitig ihre psychosoziale Situation im Blick.

Unterstützung, Beratung und Informationen erhalten Hilfesuchende telefonisch und online:

27.3.2020

Wendy Kopp
CEO & Co-Founder Teach For All

Unterricht via Radio: Wie Fellows weltweit für #Bildungsgerechtigkeit kämpfen

Wie geht es jetzt eigentlich Schülerinnen und Schülern in anderen Teilen der Welt – und was unternehmen #Fellows dort? In Nigeria wird der Unterricht von Fellows übers Radio ausgestrahlt. Ein Tool, das ein spanischer Alumnus entwickelt hat (welches er nun kostenlos anbietet und mittels Webinaren erklärt) wird plötzlich an über 30% der Schulen in Hong Kong genutzt. Auf Spanisch, Französisch, Englisch oder Arabisch werden übers gesamte Netzwerk hinweg Ideen geteilt, wie man Kinder und Jugendliche erreichen kann, die keinen Zugang zum Internet haben. „In dieser Zeit der Unsicherheit machen mir solche Geschichten Hoffnung“, schreibt Wendy Kopp, und nimmt uns in diesem Artikel unter anderem mit nach China, Nigeria, Peru. Und da hat sie Recht – wir sind sehr dankbar, Teil dieses großartigen Netzwerks zu sein, das sich weltweit mit so viel Power und Kreativität für Bildungsgerechtigkeit einsetzt.

27.3.2020

Stefan Mintert
Senior Programmmanager

(Fast) business as usual: Der letzte Tag der spontan-digitalen Fortbildung

Die Fortbildung der Klasse 2018 startet in den letzten Tag – und es gab allein heute Vormittag bis zu 16 parallele Angebote zu Workshops, Sprechstunden und Vorträgen! Denn auch in der aktuellen Situation möchten wir unseren Fellows die Fortbildungen ermöglichen, die das Leadershipprogramm ausmachen. Heute Vormittag konnte gewählt werden zwischen Themen wie:

  • Führung | „Die Grundlage von Führung – die Fähigkeit zum Gespräch“
  • Innovation | „Der Mensch im Epizentrum: Warum menschenzentriertes Design den Unterschied macht“
  • Digitales | „Gutes tun neu gedacht: Ein Beispiel über die Steigerung von Biodiversität“

Zudem haben mehrere Alumni Sprechstunden zum Thema „Zukunft“ angeboten, in denen sich die 2018er Fellows dazu austauschen konnten, wie es nach der Zeit als Fellow weitergehen kann. Ein großer Dank geht an unseren Förderer Accenture und an unsere Alumni, ohne die unsere so spontan-digitale Fortbildung nicht möglich gewesen wäre.

26.3.2020

Julius Strey
Fellow 2019-2021

Erstmal Laptops für Schülerinnen und Schüler organisieren

Auf einen Schlag muss der Unterricht digital funktionieren. Darin steckt eine große Chance – doch an vielen Stellen hält die digitale Infrastruktur unserer Schülerinnen und Schüler nicht Schritt mit den Anforderungen der vielfältigen Angebote. Vielen fehlt es vor allem an Computern. Diesem Problem möchte ich mit einfachen Mitteln begegnen: Über Aufrufe in sozialen Netzwerken sammle ich gebrauchte Laptops, mache sie wieder fit und verteile sie an die Jugendlichen, die kein Endgerät zur Verfügung haben. Längerfristig wird eine Gruppe von Fellows das Projekt ausweiten – ich freu mich drauf und hoffe, dass sobald wie möglich all unsere Schülerinnen und Schüler arbeitsfähig sind. Computer4All!

26.3.2020

Ina Schuster
Fellow 2018-2020

Den Schülerinnen und Schülern zeigen, dass wir an sie denken

In den vergangenen Tagen habe ich im Kollegium die Zusammenstellung von zwei Collagen für unsere Schülerinnen und Schüler initiiert. Die Fotos der Kolleginnen und Kollegen ergeben für die erste Collage einen Text, für das zweite Bild haben sie aufgeschrieben, was sie den Jugendlichen wünschen. Alle sind mit großem Engagement dabei und die Schülerinnen und Schüler freuen sich über eine persönliche Botschaft neben den digitalen Hausaufgaben. Den Kids so zu zeigen, dass man an sie denkt, bringt ihnen eine besondere Form der Wertschätzung entgegen.

26.3.2020

Beeke Melcher
Fellow 2019-2021

Heimat, Gleichberechtigung, Corona: Schülerinnen bloggen zu wichtigen Themen

Auf dem Blog ohs44 teilen Schülerinnen des Jahrgangs 9 der Otto-Hahn-Schule in Berlin-Neukölln alles, was sie bewegt. Emona und Anonym35 schreiben über Ausbildungsberufe, Heimat, Gleichberechtigung und – unvermeidlich – Corona. Von ihrer Weltsicht können sich meiner Meinung nach auch viele Erwachsene eine große Scheibe abschneiden. Memes, Artikel und Videos teilen die Schülerinnen regelmäßig. Mitmachen kann jeder Schüler und jede Schülerin. Seit kurzem ist der Blog auch in der Vertretungsplan-App zu finden. Eben ganz nah an der Zielgruppe. Bald führen wir unser erstes Interview. Also, stay tuned!

25.3.2020

Jasmin Friese
Fellow 2019-2021

Fit bleiben – mit Übungen für Zuhause

Mit einem ausgeglichenen Körper lässt sich besser und konzentrierter lernen. Um dafür zu sorgen, dass unsere Schülerinnen und Schüler Zuhause aktiv bleiben und Abwechslung am Schreibtisch haben, habe ich Bildmaterial hergestellt, das einfache Dehnungs- und Kräftigungsübungen beinhaltet. Jedes Bild habe ich auch mit kleinschrittigen Erklärungen versehen, damit unsere Kids wissen, was sie bei der Durchführung beachten müssen. Ich hatte aber schon den ein oder anderen lustigen Live-Video-Stream mit meinen Schülerinnen und Schülern, in denen ich die Übungen mit ihnen gemeinsam machen konnte. So bleiben sie nicht nur fit, sondern kommen auch mal auf andere Gedanken.

25.3.2020

Carin Schneiders
Fellow 2019-2021

Challenges, Sportvideos und Links in der QuaranteenClass

Die Schulen sind zu…und jetzt? Das habe ich mich auch gefragt und wenn ich mich das frage, fragen sich das meine Schülerinnen und Schüler nicht erst recht? Aus dieser Frage ist nun QuaranteenClass entstanden, eine Website mit Challenges für jeden Tag, Sportvideos zum Mitmachen, mit Links zu Lernplattformen, (un)nützem Wissen, virtuellen Museumsrundgängen und vielem mehr. Durch die Vielzahl an Vorschlägen und Ideen, die mich erreicht haben, wächst die Website von Tag zu Tag mehr und bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen, Fragen zu stellen und die Website selbst mitzugetalten.

24.3.2020

Carmen Ringler
Fellow 2019-2021

Jenseits des Lernstoffs: Zeit für ein Tagebuch!

Ich habe für die Schülerinnen und Schüler ein Tagebuch erstellt, in dem sie immer montags bis freitags die Seiten füllen können. Dabei werden vor allem nicht-fachliche Aufgaben bearbeitet. Zum Beispiel werden Geschichten geschrieben, Bilder gemalt, Interviews geführt oder der Frage nachgegangen, was für eine Superkraft sie gerne hätten. Und natürlich darf die Frage: „Was vermisse ich am meisten an der Schule?“ nicht fehlen. Bis jetzt haben sich die Schülerinnen und Schüler sehr über ihr persönliches Tagebuch gefreut. Und ich freue mich schon jetzt darauf, zu lesen, wie die Wochen für die Kinder sind.

24.3.2020

Kathrin Justen
Senior Managerin Recruiting & Hochschulmarketing

Recruiting und Auswahl neuer Fellows: ab sofort digital

Als Recruiterin oder Recruiter bei TFD ist man normalerweise viel an den Hochschulen im Land unterwegs. Was also tun, wenn die geschlossen sind und die vorlesungsfreie Zeit der Universitäten verlängert wird? Welche Formate können wir nutzen und über welche Kanäle zusätzlich kommunizieren, um unsere Arbeit und unser Programm bei potenziellen Fellows bekannter zu machen? Das sind die Fragen, die wir uns gerade stellen. Denn schließlich wollen wir auch in diesem Sommer wieder weit mehr als hundert Fellows an Schulen schicken. Unser Team, das dann den Bewerbungsprozess der Fellows betreut, muss noch stärker umdenken – Kern unseres Auswahlverfahrens ist schließlich ein persönliches Gespräch. Daher beschäftigen wir uns gerade intensiv damit, wie wir den Auswahlprozess digital durchführen können. Wir sind bereits mittendrin und hoffen, ab April damit startklar zu sein – die Zeit übrigens, in der wir üblicherweise die meisten Gespräche führen.

23.3.2020

Susanne Frank
Senior Managerin Leadershipprogramm und Alumninetzwerk

Digitale Fortbildung: Über Frust und Chancen sprechen

Heute ist die Fortbildung für unsere Fellows der Klasse 2019 gestartet. Was eigentlich als Präsenzveranstaltung geplant war, führen wir nun digital durch. Der Auftakt fand mit über 140 Teilnehmenden statt, und was sonst in Gesprächen stattfindet, wurde digital: Dank Chats, Padlets und wordle-Wortwolken haben wir uns ehrlich zu Fragen wie „Welche Probleme sehen wir in der momentanen Situation?“, „Welche Chancen liegen auch darin?“ und „Was gibt uns Kraft?“ ausgetauscht. So konnte in anonymer Form auch dem aktuellen Frust Raum gegeben werden: Fellows äußerten zum Beispiel, dass viele Ideen an der DSGVO scheiterten, viele Schülerinnen und Schüler keine Endgeräte hätten und schwer zu erreichen seien und vieles mehr. Dazu kommt die große Unsicherheit, wann es mit dem regulären Schulalltag weitergehen kann. Nichtsdestotrotz sehen viele Fellows eine große Chance in der aktuellen Situation: Digitalisierung passiert JETZT, jahrgangsübergreifendes Lernen und Kreativität werden ermöglicht. Das Schwerpunktthema der Fortbildung „Student Leadership – Wie können meine Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihr Lernen übernehmen?“ passt nur zu gut in die momentane Situation. Dazu bald mehr!

23.3.2020

Nina Siemer
Fellow 2018-2020

Keep it simple.

Ich mache weiter mit den täglichen Challenges für meine Schülerinnen und Schüler. Heute: „Sketch what you see when you look out the window.“ Ich bin sehr angetan von der Kreativität meiner Künstlerinnen und Künstler der neunten Klasse! Für mich ist diese Challenge ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht immer komplexe Methoden oder Tools fürs selbstständige Lernen braucht – just keep it simple.

20.3.2020

Elvira Bauer
Fellow 2019-2021

Lernen lernen: 11 Tipps

Selbstorganisiertes Lernen wird gerade zu DEM Thema. Aber es ist nicht zu unterschätzen, wie anspruchsvoll es gerade für unsere Schülerinnen und Schüler ist, diese überfachliche Kompetenz zu entwickeln. Denn auch das Lernen muss gelernt werden – in Zeiten der Corona-Krise mehr denn je. Als Unterstützung habe ich 11 Tipps für das Lernen zu Hause zusammengestellt. Die Beschulung zu Hause ist eine komplexe Herausforderung, bei der fachbezogene Arbeitspakete allein nicht ausreichen werden. Die digitale Welt gibt uns zum Glück viele Möglichkeiten für einen Kontakt, der keine Einbahnstraße bleiben braucht. Lasst uns versuchen, im Austausch zu bleiben, untereinander und mit den Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam sind wir stark!

20.3.2020

Ulf Matysiak
Geschäftsführer

Im Mittelpunkt: Schülerinnen und Schüler, nicht nur Unterrichtsstoff

Wir haben viele unsere Schülerinnen und Schüler nun schon fast zwei Jahre begleitet und jetzt – kurz vor dem Abschluss – können wir sie nicht mehr so unterstützen, wie wir es bisher getan haben. Derzeit improvisieren wir und bauen Strukturen auf, um nah an ihnen dranzubleiben. #SocialDistancing darf nicht dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler sich alleingelassen fühlen. Schnell und pragmatisch Lösungen zu suchen und umzusetzen, ist jetzt das Beste. Im Mittelpunkt müssen dabei aber die Schülerinnen und Schüler stehen, nicht nur der Unterrichtsstoff. Es ist wichtig zu wissen, wie es den Kindern und Jugendlichen geht und was sie brauchen. Längerfristig müssen wir uns darauf vorbereiten, dass das Coronavirus nicht gänzlich verschwinden wird. Schulen könnten künftig vereinzelt immer wieder schließen, wenn es Verdachtsfälle gibt. Deshalb müssen wir einen Weg finden, wie Schule zu den Kindern und Jugendlichen kommen kann. Uns ist es wichtig, all diese wichtigen Fragen zu stellen und Antworten darauf zu finden – und ich bin zuversichtlich, dass wir sie in den nächsten Wochen haben werden.

20.3.2020

Elise Laatz
Fellow 2018-2020

Eine ganze Schulcommunity erreichen über Slack

Ein weiteres Ergebnis aus dem Bar Camp der Region West ist eine Fellow-zu-Fellow-Einführung in Slack, die ich mit einer weiteren Fellow jahrgansübergreifend anbieten werde. Slack ist eine Plattform, über die man zum Beispiel Arbeitsaufträge, Links zu digitalen Ressourcen und Dateien hochladen kann. Sie kann als App genutzt werden und bietet deshalb den großen Vorteil, Schülerinnen und Schüler auch über ihre Smartphones zu erreichen. Da man in verschiedenen Channels organisiert ist, kann man eine ganze Schulcommunity übersichtlich in Klassen verwalten, denn es werden bis zu 2000 Teilnehmer in einem Slack-Kanal akzeptiert.

19.3.2020

Michael Raible
Senior Expert Digitale Bildung & Programmmanager

Impuls zu digitalem Lernen mit knapp 100 Fellows

Gestern überlegt, heute mit knapp 100 Fellows umgesetzt: In einem 25-minütigen Impuls haben wir besprochen, was bei digitalem Lernen zu beachten ist. So ist es bei digitaler Kommunikation besonders wichtig, so klar zu sein wie möglich. Welche Aufgaben sind genau zu bearbeiten? Wie lange werden die Schülerinnen und Schüler dafür brauchen? Dabei gilt: Weniger ist mehr – es ist besser, 3 von 4 Aufgaben bearbeitet zu haben, als keine von 8. Nicht vergessen sollte man außerdem, dass auch im digitalen Raum Empathie und eine gute Beziehung nötig sind, sonst fällt vielen Schülerinnen und Schülern das Lernen schwerer.

19.3.2020

Nina Siemer
Fellow 2018-2020

Jeden Tag eine Challenge

Ich habe guten Kontakt mit meinen Schülerinnen und Schülern und habe mir jetzt Folgendes überlegt: Um sie ein bisschen bei Laune zu halten und zu schauen, ob sie meine Nachrichten wirklich lesen, stelle ich ihnen jeden Tag eine Challenge (hier sind meine Beispiele). Wer diese regelmäßig bearbeitet, bekommt eine kleine Überraschung von mir, wenn wir zurück in der Schule sind. Wenn es die ganze Klasse schafft, backe ich vielleicht einen Kuchen. Funktioniert bisher richtig gut!

19.3.2020

Gönül Eğlence
Leiterin Region West

Region West startet gemeinsam in den Tag

Gleich bei unserer ersten Lagebesprechung zur Situation des Homeoffice haben wir beschlossen, den Tag ab jetzt gemeinsam zu starten. Jeden Morgen schalten wir uns per Videochat zusammen und reden über To-dos – aber vor allem geht es darum, in Zeiten von #socialdistancing #social zu sein. Zusammenfinden, dem Tag eine Struktur geben und eben nicht allein vor sich hin arbeiten. Wir können schon qua Job bei Teach First Deutschland nicht „nicht #social“ sein. Jetzt eben nur #digital.

19.3.2020

Paul Darscheid
Fellow 2019-2021

Was brauchen Schülerinnen und Schüler jetzt von uns?

Eine weitere Fragestellung in dem Bar Camp war, wie und womit wir unsere Schülerinnen und Schüler außerfachlich unterstützen können. Uns wurde bereits klar, dass die Möglichkeiten stark davon beeinflusst sind, welche Kommunikationswege uns zur Verfügung stehen. Die meisten von uns versuchen jetzt als erstes, Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schülern aufzubauen, Unterstützung anzubieten und herauszufinden, was sie von uns brauchen. Das könnten zum Beispiel Unterstützung bei der Selbstorganisation sein, Motivationssteigerungen oder Input für Lern- und Erklärmaterial. Aber auch das Kontakthalten an sich und die regelmäßigen Fragen „Wie geht es dir? Was brauchst du noch von mir?“ haben wir als essentiell wichtig eingestuft.

19.3.2020

Jan Ehlert
Fellow 2019-2021

Digitales Bar Camp mit über 50 Fellows der Region West

Wir Fellows und das Team in NRW nutzen das Homeoffice momentan zum intensiven Austausch. Unter anderem wurden heute unter der Kernfrage „Welche niederschwelligen digitalen Tools kann ich zur Unterstützung meiner Schülerinnen und Schüler nutzen?“ die Praxis und Erfahrung einzelner Fellows besprochen. Zum Einsatz kommt bspw. die App „Explain Everything“, mit der sich eigene Videos produzieren lassen. Als „Tafelersatz“ lässt sich das Geschehen auf dem eigenen Monitor aufnehmen und durch Erklärung ergänzen. Der Vorteil ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Videos jederzeit via Youtube erreichen können und dennoch gezielte, also auf die Aufgabenpakete der Schule abgestimmte, Unterstützung erhalten. Ebenfalls auf Youtube findet sich der Kanal „Simple Club“. Dieser wird durch eine eigene Lernplattform ergänzt. Die Zugänge sind zur Zeit kostenfrei und laufen aus, ohne dass eine Abmeldung verschickt werden muss.

18.3.2020

Torsten Menzel
Leiter Region Sachsen

Digitales Treffen mit 40 Fellows – läuft.

Gestern Abend, Tag 2 der Schulschließungen in Sachsen: Manche Fellows sind in der Notbetreuung aktiv; andere versuchen im Homeoffice, Kommunikationswege zu Schülerinnen und Schülern aufzubauen. Bekannte Wege gibt es gerade nicht. Also wird improvisiert und ausprobiert, skeptische Kolleginnen und Kollegen werden überzeugt und es wird mit dem Datenschutz gerungen. Beste Grundlage, um Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen: Welche Plattformen laufen schon? Welche noch nicht? Wer kommuniziert direkt mit älteren Schülerinnen und Schülern, wie bindet man die Eltern der Jüngeren ein? Wo laufen die Infos via Mail? Wo wird noch telefoniert? Oder wer schreibt sogar einen ganz klassischen Brief, um die digitale Zusammenarbeit anzubahnen? Die Entscheidungen kamen so schnell, dass nicht überall digitale Plattformen etabliert werden konnten. Wie dies jetzt gelingen wird, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Fest steht: Fellows untereinander sind im Austausch. Statt persönlicher Treffen und Fortbildungen hilft ad hoc die Kommunikation via Microsoft Teams, sich gegenseitig zu zeigen, wie sie ihre Schülerinnen und Schüler begleiten können – und das bleibt auch bei 40 Leuten konstruktiv und produktiv.

17.3.2020

Rahel Lorenzen
Leiterin Partner & Förderer, Recruiting & Auswahl

Gegen die Einsamkeit: Digitales Mittagessen

Rundmail ans Team:
Liebes bestes Team, ich vermisse euch alle jetzt schon. Daher: Wer Lust hat, schaltet sich aus dem Homeoffice zum gemeinsamen Mittagessen dazu – entweder die ganze Stunde oder auch 10 Minuten. Einfach nur, um Hallo zu sagen. Liebe Grüße in eure Küchen und Wohnzimmer!“

17.3.2020

Marcel Merle
Leiter Finanzen, Personal und Organisation

Banales wird zu Neuland – und wie kommen jetzt eigentlich neue Teammitglieder an Bord?

Wir sind dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Arbeit weitestgehend aus dem Homeoffice erledigen zu können. Viele Berufsgruppen haben dieses Glück nicht. Doch auch bei uns sind einige Prozesse nicht ohne Weiteres zu digitalisieren. Banale Aufgaben wie das Bezahlen unserer Rechnungen und Gehälter werden zu #Neuland. Besonders spannend: Die Auswahl und das Onboarding neuer Teammitglieder. Aber wir lösen das einfach Stück für Stück. Denn wir hören ja jetzt nicht auf. Im Gegenteil: Der Einsatz für unsere Schülerinnen und Schüler ist gerade nochmal wichtiger geworden.

17.3.2020

Philipp Schotters
Referent Region Süd

Homeoffice fürs Team, um Fellows zu unterstützen

Unsere Büros in der Zentrale und den fünf Regionen sind seit letzten Freitag vorsorglich geschlossen – alle Teammitglieder arbeiten aus dem Homeoffice. Durch diese präventive Maßnahme erhoffen wir uns, kontinuierliche Handlungsfähigkeit sicherstellen zu können: Wir wollen unseren Fellows bei der Bewältigung dieser großen Herausforderung die bestmögliche Unterstützung geben. Je nach Bundesland und Schule haben unsere Fellows teilweise Anwesenheitspflicht oder sind Teil der Notbetreuung (Angebote für die Kinder von Eltern, die gesellschaftlich wichtigen Berufen nachgehen). Derzeit sammeln wir alle Informationen zu den Möglichkeiten, wie sie trotz geschlossener Schulen für ihre Schülerinnen und Schüler wirken können – dazu gibt es bereits viele Ideen, die nicht zuletzt von den Fellows selbst kommen.

 

17.3.2020

Michaela Wintrich

Leiterin Kommunikation und Region Berlin-Brandenburg

Die Schulen schließen – was das für Jugendliche aus sozialen Brennpunkten bedeutet

Die Schulschließungen treffen Schülerinnen und Schüler in Brennpunkten besonders stark. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die digitalen Lernangebote, die vielerorts genutzt werden, erreichen sie kaum. Häufig fehlen zu Hause aus finanziellen Gründen geeignete Endgeräte oder Wlan. Zudem sind die Kinder und Jugendlichen weniger geübt darin, sich Lerninhalte komplett selbst zu erschließen. Das ist besonders für die Vorbereitungen auf den Abschluss fatal: Denn mit Blick auf die Prüfungen haben sie häufig größere Wissenslücken als Gleichaltrige in anderen Schulen. Deswegen ist es entscheidend, jetzt schnell Lösungen zu finden, wie alle Schülerinnen und Schüler erreicht werden können und niemand zurückbleibt.

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