Anfang Mai trafen sich in Düsseldorf die Fellows aus Nordrhein-Westfalen zu einem gemeinsamen Treffen mit ihren Programm-Manager*innen und externen Gästen. Vor allem die Berichte aus dem Schulalltag der Fellows sorgten für Gänsehautmomente, wie unsere Programm-Managerin Verena berichtet.

Ein großer, heller Raum voller gespannter Gesichter, die erwartungsvoll in die noch unbekannte Runde blicken – so fing unser Trainer- und Fellowtreffen (TuFT) am 4. Mai an, welches wir in den Räumlichkeiten der Henkel AG in Düsseldorf abhalten durften und für externe Gäste geöffnet hatten. Neben unserem Gastgeber Heiko Held von der Henkel AG haben wir uns daher sehr gefreut, auch Michelle Kampmann von unserem neuen regionalen Hauptförderer, der REWE Markt GmbH, begrüßen zu dürfen, ebenso wie Bernadette Drescher von der RheinEnergie Stiftung, Christian Steg von der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie Fritz Neußer vom VDI, der MINT-Schülerwettbewerbe vorstellte, Bastian Balsmeier, der sein Startup myme Video präsentierte und Sebastian Schneider, der seine Kompetenzen als Berufsberater anbot.

Was ist so ein TuFT genau?

Circa alle sechs Wochen finden für unsere Fellows die sogenannten TuFTs statt, in denen sich die Fellows mit den Trainern und untereinander intensiv austauschen, ihre Herausforderungen reflektieren und regelmäßig fachliche Impulse von uns und externen Partnern bekommen. Im letzten Herbst haben wir erstmalig in Dortmund eines dieser TuFTs für ausgewählte Partner und Förderer unseres Programms geöffnet. Die Resonanz auf den Termin in Dortmund war großartig und bestärkte uns darin, dieses geöffnete TuFT-Format zu wiederholen und ins Rheinland zu verlegen.

Zu Beginn der Veranstaltung konnten sich die Fellows, die aus ganz NRW direkt nach Schulschluss angereist kamen, erst einmal an kleinen Köstlichkeiten stärken und die großartigen Räumlichkeiten der Henkel AG auf sich wirken lassen, die doch im großen Kontrast zum Alltag in den Lehrerzimmern und Klassenräumen ihrer Einsatzschulen stehen. Los ging das TuFT dann mit einem Überblick über die derzeitigen Highlights aus dem Schuleinsatz der anwesenden Fellows: Wir hörten von Schüler*innen, die freiwillig in den Osterferien in die Schule kamen, um bei einem Fellowprojekt mitzuwirken, oder Schüler*innen, die dank der kontinuierlichen Ansprache durch Fellows nun nicht nur die Hausaufgaben, sondern auch noch freiwillige Aufgaben am Wochenende bearbeiten, ihre Noten verbessern und somit echte Selbstwirksamkeitserfahrungen machen. Dies sorgte für Gänsehautmomente auf allen Seiten!

Gleichermaßen intensiv ging es weiter, denn in der nächsten Runde folgte die Darstellung aktueller Herausforderungen der Fellows an ihren Einsatzschulen. Einmal mehr zeigte sich, wie schwer es ist, die vielen Herausforderungen an Schulen zu meistern. So wurde unter anderem von Schüler*innen erzählt, die derzeit noch keinen Sinn darin sehen, sich um Ausbildungsplätze zu bewerben, von den Schwierigkeiten mit der Inklusion, von anspruchsvollen Elterngesprächen und von vielem mehr. Besonders und auch besonders hilfreich war für die Fellows, diese Themen an diesem Abend gleich mit den Gästen spiegeln zu können, die denn auch direkt mit Rat und teilweise auch mit ganz konkreten Hilfsangeboten zur Seite standen.

Intensive Gespräche und konkrete Vereinbarungen

Im Anschluss gab es auf einem Markt der Möglichkeiten die Chance für intensive Gespräche mit den Gästen, die konkrete Angebote für Schülerinnen und Schüler mitgebracht hatten. Für die Fellows war dies ein besonderer Moment zu spüren, wie viele Personen und Organisationen sich konkret für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche engagieren. Der Raum war daher nicht überraschend erfüllt von tiefen Gesprächen, ehrlichem gegenseitigem Interesse, lautem Lachen und konkreten Vereinbarungen.

Wir möchten uns für diesen gelungenen Abend bei allen Mitwirkenden ganz herzlich bedanken und sind gespannt auf das, was alles daraus folgen wird. Aufgrund der so positiven Resonanz möchten wir dieses offene Konzept des TuFTs wiederholen und zweimal jährlich für unsere Unterstützer*innen und Fellows anbieten – denn nicht nur diese, sondern auch unsere Schülerinnen und Schüler profitieren nachhaltig von diesem wertvollen Austausch.

 

 

 

 

Autorin: Verena Wagner ist Senior Programm-Managerin bei Teach First Deutschland und arbeitet im Regionalbüro West in Essen. Die meiste Zeit ist sie aber im Einsatz für unsere Fellows an Rhein und Ruhr unterwegs.